FAQ - Häufig gestellte Fragen

Kann ich mich auch schon vor Abschluss meiner Ausbildung oder vor der Musterung bewerben?

Information und Bewerbung sind auch vor der Matura bzw. vor dem Ende der Lehrzeit möglich. Der Bewerber soll aber auf jeden Fall angeben, was er bis zum Zeitpunkt des Dienstantrittes schulisch bzw. beruflich erreicht haben wird (z.B. fünf Jahre Spanisch in der HAK, abgeschlossene Lehre als Tischler), auch wenn er es noch nicht mit Zeugnissen nachweisen kann.

Wie lange dauert es, bis ich mit dem Auslandsdienst beginnen kann?

Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass die Vorlaufzeit für einen Auslandsdienst mindestens ein Jahr beträgt. Es ist daher günstig, sich schon z.B. Anfang 2016 für eine Stelle zu bewerben, wenn man Anfang 2017 den Auslandsdienst antreten will. Auch die Zeit, die man braucht, um sämtliche Voraussetzungen für das gewählte Projekt zu erfüllen sowie die Vorbereitungsseminare zu besuchen, muss eingerechnet werden.

Bis zu welchem Alter kann ich einen Auslandsdienst machen?

Für den internationalen Freiwilligendienst gibt es nach oben keine Alterbeschränkung.
Wenn der Auslandsdienst als Ersatz für den Zivildienst angerechnet werden soll, dann sieht das Gesetz vor, dass der Auslandsdienst bis zum 30. Lebensjahr abgeschlossen sein muss. Der Auslandsdiener sollte also bei Antritt des Dienstes das 28. Lebensjahr noch nicht weit überschritten haben.

Was passiert, wenn ich meinen Auslandsdienst abbreche?

Entscheidend ist, ob der Abbruch vom Auslandsdiener selbst verschuldet ist oder nicht. Ist der Abbruch vom Auslandsdiener selbst verschuldet (z.B. aus persönlichen Gründen), dann muss er sämtliche Kosten selbst tragen - auch Aufwände, die andere für ihn vorgestreckt haben (Versicherung, Verwaltungsaufwand usw.). Das kann sehr teuer kommen. Außerdem wird der bis dahin geleistete Dienst vom Innenministerium nicht anerkannt und man muss im Inland die ganzen neun Monate Zivildienst leisten.

Liegt die Ursache nachweislich nicht beim Auslandsdiener (z.B. weil das Projekt nicht weitergeführt werden kann oder wegen politischer Entwicklungen im Einsatzland), wird die drei Monate übersteigende Dienstzeit angerechnet und die fehlende Zivildienstzeit kann im Inland geleistet werden. Außerdem kommt der Auslandsdienst-Förderverein - allerdings anteilig nach bereits geleisteter Dienstzeit - für die Kosten des Auslandsaufenthaltes auf.

Wie gut muss ich die Fremdsprache beherrschen?

Schon aus Sicherheitsgründen muss erwartet werden können, dass sich der Auslandsdiener im Einsatzland sprachlich selbstständig bewegen kann. Darüber hinaus hängt das erforderliche Sprachniveau von den jeweiligen Aufgaben im Projekt (z.B. Fachausdrücke) ab. Wir verlangen jedoch als Mindestniveau B1 nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen ( http://europass.cedefop.europa.eu/de/resources/european-language-leels-cefr ).

Wer bezahlt die Reise, wenn ich im Urlaub nach Hause fahren bzw. fliegen möchte?

Sowohl im Vertrag zwischen Auslandsdiener und Referat für Auslandsdienste wie auch im Budget für den Auslandsdienst sind nur je eine Hin- und Rückreise vorgesehen. Zusätzliche Reisen sind vom Auslandsdiener selbst zu bezahlen.

Kann ich das Projekt auch während der Dienstzeit wechseln, wenn es mir dort nicht gefällt?

Normalerweise wird man einem Projekt zugewiesen und leistet dort seine 12 Monate Auslandsdienst. Bei Problemen wird die das Referat für Auslandsdienste gemeinsam mit dem Auslandsdiener und der Projektleitung Möglichkeiten suchen, diese zu bewältigen. Eine Zuweisung zu einem anderen Projekt während der Dienstzeit ist rechtlich möglich, in der Praxis aber eher schwierig. Deshalb ist es gut, vor einer endgültigen Entscheidung die Erwartungen und Vorstellungen (wenn möglich) in einem persönlichen Gespräch mit der/dem EinsatzleiterIn zu besprechen. Nur so kann sich der Bewerber ein genaues Bild von den zu erwartenden Pflichten und speziellen Anforderungen des Projektes machen.

Zu welchen Zeiten kann ich meinen Auslandsdienstantreten?

Der Auslandsdienst kann grundsätzlich an jedem Tag im Jahr begonnen werden. Da gibt es keine Beschränkung. Natürlich muss der Termin des Dienstantritts mit der Einsatzleitung und mit dem Referat für Auslandsdienste abgesprochen werden - schon wegen der unbedingt erforderlichen Anmeldungen bei den Versicherungen.

Bekomme ich ein Gehalt bezahlt?

Nach dem Gesetz hat der Auslandsdienst ausdrücklich “unentgeltlich” zu erfolgen. Bestimmte Aufwände können allerdings zurückerstattet werden, so z.B. die Reise (einmal Hin und Retour), Impfungen oder das Visum. Außerdem erhält die Einsatzstelle im Ausland meistens einen finanziellen Beitrag, damit Unterkunft, Verpflegung und Betreuung des Auslandsdieners gewährleistet sind. In den letzten Jahren hat das Innenministerium die Auszahlung eines kleinen Taschengeldes akzeptiert.

Wann bekomme ich meine Aufwendungen zurück?

Kurz vor der Abreise bekommt der Auslandsdiener von der Pfarre Frastanz eine Akontozahlung, die einen Großteil der bisher angefallenen Kosten (Flug, Impfungen) abdeckt. Eine zweite Akontierung erfolgt nach Übermittlung des ersten Tätigkeitsberichtes (nach dem 4. Monat). Wer ohne zusätzliches Geld nicht zurecht kommt, könnte auch um eine 3. Akontierung ersuchen. Nach Abschluss des Auslandsdienstes wird gegen Vorlage der Originalbelege für die Kosten die Endabrechung gemacht, auf deren Basis das restliche vertraglich zugesicherte Geld überwiesen wird.